CO2-freies Kraftwerk

E.ON startet Anfang 2008 Pilotanlage zur Abtrennung von CO2

E.ON will bereits Anfang 2008 eine Pilotanlage zur Abtrennung von klimaschädlichem CO2 bei der Stromerzeugung in Betrieb nehmen. Das Düsseldorfer Unternehmen entwickelt die Methode derzeit gemeinsam mit dem Anlagenbauer Alstom im schwedischen Karlshamn, wie E.ON am Freitag mitteilte.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Im Zuge des neuen Verfahrens sollen bis zu 90 Prozent des Kohlendioxids aus den Rauchgasen von Kraftwerken entfernt werden. Dabei soll das CO2 den Angaben zufolge mit Hilfe von Ammoniak gebunden werden. Der Reinigungsprozess verbrauche bei diesem Verfahren weniger Energie als bei anderen Methoden zur CO2-Abtrennung, erklärte E.ON. Entsprechend geringer sei der Einfluss auf den Wirkungsgrad des Kraftwerks. Nach Angaben von Alstom wird die Pilotanlage in Karlshamn eine Größe von fünf Megawatt haben.

Der größte deutsche Energiekonzern entwickelt ebenso wie der Zweite und Dritte der Branche, RWE und Vattenfall, derzeit verschiedene Verfahren für ein CO2-freies Kohlekraftwerk. E.ON verwies am Freitag auf Schätzungen von Fachleuten, wonach die ersten kommerziellen Anlagen dieser Art in etwa 15 bis 20 Jahren den Betrieb aufnehmen werden. RWE will mit einer 450-Megawatt-Anlage bereits 2014 ans Netz gehen. E.ON sprach von einer "Schlüsseltechnologie", die auch einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der globalen Klimaproblematik leisten werde.