2,5 Millionen Euro

E.ON sponsort Nuklearforschung an TU München

Nach Auffassung von Universitätschef Herrmann wird es in den kommenden Jahren einen großen Bedarf an Nachwuchskräften für Nukleartechnik geben. In den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt neun Lehrstühle im Bereich Kerntechnik gegründet.

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München (ddp/sm) - Mit Unterstützung von 2,5 Millionen Euro des Energiekonzerns E.ON hat die Technische Universität München (TUM) einen neuen Lehrstuhl für Nukleartechnik eingerichtet. "Wir wollen die deutsche Technologieführerschaft im Nuklearbereich erhalten und deshalb unsere technische Kompetenz ausbauen", begründete E.ON-Vorstandsmitglied Walter Hohlefelder am Mittwoch in München das Engagement des Energieversorgers.

Die Nukleartechnik auf höchstem Wissenschafts- und Sicherheitsniveau gehöre "unstrittig zu den zukunftsträchtigen Energietechnologien", sagte TUM-Präsident Wolfgang Herrmann. Nach Hohlefelders Einschätzung wird der Bedarf an Nachwuchskräften in den kommenden Jahrzehnten in Deutschland ungemindert groß sein. Fachgerecht ausgebildetes Personal sei nicht nur für den Betrieb der Kernkraftwerke, sondern auch für die Phasen von Stilllegung und Rückbau absolut unverzichtbar, sagte er.

Nach Angaben der Bundesregierung wurden in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren mit Unterstützung der Industrie neun Lehrstühle im Bereich Kerntechnik gegründet. Der Aufbaustudiengang "Nuclear Technology" an der TUM dauert drei Semester. Die Ausbildung erfolgt den Angaben zufolge auf den Gebieten der Reaktorphysik, Reaktorregelung, Reaktorsicherheit und Systemtechnik.