Höherer Überschuss erwartet

E.ON sieht sich für die Zukunft gut gerüstet

Große Worte auf der Bilanzpressekonferenz der E.ON AG in Düsseldorf: Das vergangene Jahr sei richtungsweisend gewesen, man habe jetzt den Schritt zu einem weltweit führenden Energiedienstleister vollzogen, so der Vorstandsvorsitzende Hartmann. Doch es sieht nicht so aus, als könne das Vorjahresergebnis in 2003 erreicht werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

"2002 war ein richtungsweisendes Jahr für den E.ON-Konzern. Das Ziel, das wir uns vor weniger als drei Jahren mit der Fusion von Veba und Viag gesetzt haben, ist erreicht", so lautete die Bilanz von Ulrich Hartmann, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG, anlässlich der heutigen Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Nach der Ausweitung der Aktivitäten in Skandinavien und Zentraleuropa und der Übernahme von Powergen, TXU und Ruhrgas habe man jetzt den entscheidenden Schritt zu einem weltweit führenden Energiedienstleister vollzogen, so Hartmann weiter. Wesentlich zur angestrebten Fokussierung auf das Kerngeschäft Energie sei zudem die Abgabe von Veba Oel, VAW, Stinnes und Schmalbach-Lubeca gewesen.

Zu den Zahlen: Der Konzern-Umsatz habe sich mit 37 Milliarden Euro auf vergleichbarem Vorjahresniveau bewegt. Der Umsatz im Kerngeschäft Energie sei um 50 Prozent von gut 16 Milliarden Euro im Jahr 2001 auf 24 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gestiegen. Trotz erheblicher Sonderbelastungen durch Abschreibungen im Beteiligungs- und Wertpapierbereich sei auch der Konzernüberschuss in 2002 gestiegen, und zwar um acht Prozent. Finanzvorstand Erhard Schipporeit sah darin ein "starkes finanzielles Fundament" und bezeichnete den Konzern insgesamt als "gut gerüstet" für die Zukunft. Vor dem Hintergrund der als erfreulich bezeichneten operativen Entwicklung hat sich E.ON entschieden, die Dividende auf 1,75 Euro anzuheben. Im Vorjahr hatte sie noch bei 1,60 Euro gelegen.

Mit der Übernahme der Ruhrgas verfüge E.ON über eine bedeutende Position im Wachstumsmarkt Gas, wodurch das Unternehmen nicht nur im Strom-, sondern jetzt auch im Gasgeschäft gut aufgestellt sei, befand Hartmann. Zusätzliche Bedeutung gewinne die Ruhrgas-Übernahme auch durch das immer stärkere Zusammenwachsen der Strom- und Gasmärkte sowie durch den vermehrten Einsatz von Gas bei der Stromerzeugung, hieß es auf der Pressekonferenz.

Insgesamt werde das Konzern-Betriebsergebnis in 2003 den Angaben zufolge das Vorjahresniveau jedoch nicht ganz erreichen, weil das Degussa-Ergebnis nur noch mit einem Anteil von 46,5 Prozent at equity einfließen werde. Für den Konzernüberschuss werde ein weiterer Anstieg erwartet. Insbesondere aus den bereits eingeleiteten Desinvestitionen und der Erfüllung von Auflagen im Rahmen des Ruhrgas-Erwerbs werde E.ON hohe Veräußerungsgewinne realisieren, so Hartmann abschließend.