Übernahme-Poker

E.ON setzt bei Endesa-Übernahme auf Großinvestoren

Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON rechnet nicht mit größeren Widerständen der spanischen Regierung gegen die milliardenschwere Übernahmeofferte für den Stromversorger Endesa. Auch einen weiteren Mitbewerber hält Konzernchef Bernotat nicht für wahrscheinlich.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Düsseldorf (ddp/sm) - Letztlich würden nicht die "Politiker, sondern die Eigentümer von Endesa über unser Angebot entscheiden", sagte der Vorstandschef Wulf Bernotat gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Ab jetzt laufe alles "streng nach den Regeln des Kapitalmarkts", sagte er laut einer Vorabmeldung vom Freitag. Dass sich ein weiterer europäischer Stromkonzern in die Übernahmeschlacht einmischt und ein höheres Angebot vorlegt, hält der Manager ebenfalls für unwahrscheinlich. "Unternehmen, die über ausreichend Kapital verfügen, in dieses Rennen einzusteigen, und gleichzeitig die notwendigen Börsen-Voraussetzungen mitbringen, gibt es nur ganz wenige", sagte Bernotat.

Laut "Spiegel" will Bernotat in den nächsten Tagen mit Großinvestoren in den USA und Europa sprechen, um sie von den Vorzügen seines Angebots zu überzeugen.