Anfrage gestellt

E.ON-Ruhrgas will angeblich mit Iran ins Geschäft kommen

Der größte deutsche Gasversorger, die Essener E.ON Ruhrgas, will angeblich mit dem Iran ins Geschäft kommen. Nach Angaben des Focus hat das Unternehmen eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, so sollen jährlich 2,5 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas an den Iran geliefert werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München/Essen (ddp-nrw/sm) - Nach einem am Sonntag in München verbreiteten Vorabbericht des Nachrichtenmagazins "Focus" liegt der Bundesregierung die Anfrage von E.ON Ruhrgas vor, einen Vertrag über jährlich 2,5 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas mit Teheran abschließen zu dürfen. Kanzleramt, Auswärtiges Amt und Bundeswirtschaftsministerium seien mit dem Fall befasst, hieß es.

Aus Regierungskreisen will "Focus" erfahren haben, dass eine Entscheidung noch nicht gefallen sei. Die Erlaubnis bei solch langfristigen Lieferverträgen muss das Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle erteilen. "Das ist kein Spezifikum Iran, trotzdem ist die Anfrage natürlich brisant", sagte ein Berliner Regierungsvertreter dem Magazin.

Der Iran steht seit Monaten wegen seines Atomprogramms unter scharfer internationaler Beobachtung, vor allem der USA.