Überall wird es teurer

E.ON Regionalversorger: Preiserhöhungen und Offenlegung

Die regionalen E.ON-Töchter in Regensburg, Kassel, Helmstedt, Paderborn und Fürstenwalde haben heute ihre Gaspreiskalkulation offengelegt und mit dem Zahlenwerk die Preiserhöhungen für 2006 begründet. Dabei werden u.a. bei E.ON Mitte und E.ON Avacon neben den Gas- auch die Strompreise erhöht.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Nach E.ON Hanse (November) haben auch die anderen fünf E.ON Regionaltöchter E.ON Mitte, E.ON Avacon, E.ON Bayern, E.ON edis und E.ON Westfalen Weser heute ihre Gaspreiskalkulation offengelegt - und dies gleich zum Anlass genommen, Preiserhöhungen anzukündigen. Die Offenlegung der Zahlen von E.ON Thüringer Energie wurde für Januar 2006 angekündigt.

Mehr als die Hälfte des Preises machen laut E.ON die Bezugskosten aus. Ab 2006 wird sich der Erdgastarif von 5,50 Cent pro Kilowattstunde den Angaben nach in folgende Einzelpositionen unterteilen: Beschaffungskosten 2,76 Cent, Erdgassteuer 0,55 Cent, Netzkosten 1,21 Cent, Konzessionsabgabe 0,03 Cent, Mehrwertsteuer 0,69 Cent, Vertriebskosten (Call Center, Abrechnung, Personal) 0,18 Cent und Vertriebsmarge (vor Steuern) 0,08 Cent. Damit ergebe sich eine Rendite von knapp 1,6 Prozent für das Unternehmen. "Uns geht es vor allem um das nachhaltige Vertrauen unserer Kunden. Dafür nehmen wir in Kauf, dass auch Konkurrenten einen Einblick in unsere Kalkulation erhalten und damit einen Wettbewerbsvorteil gewinnen", betonte Bernhard Reutersberg, der im Vorstand der E.ON Energie AG das Vertriebsressort verantwortet. "Wir sind überzeugt, dass auf dieser Grundlage wieder sachlich über die anstehenden Herausforderungen im Gasmarkt, z.B. eine langfristig sichere Versorgung mit Erdgas, diskutiert werden kann."

Der Energieerzeuger E.ON Bayern erhöht demzufolge ab 1. Januar die Gaspreise um 0,50 Cent pro Kilowattstunde auf 5,50 Cent. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden beträgt die Erhöhung knapp 8,30 Euro pro Monat. Die Preissteigerung entspreche in etwa auch der Preisanpassung der anderen Regionaltöchter, lediglich E.ON Thüringen wird die Preise zum 1. Januar nicht erhöhen.

E.ON Avacon in Helmstedt wird zum neuen Jahr neben den Gas- auch die Strompreise erhöhen. Im Allgemeinen Tarif StromAlpha erhöht sich der Preis für eine Kilowattstunde um 1,04 Cent auf 18,69 Cent. Gleichzeitig steigt der jährliche Grundpreis um 13,03 Euro auf 63,53. Beides summiert sich für einen durchschnittlichen Stromkunden in Sachsen-Anhalt mit einem Verbrauch von 2600 Kilowattstunden im Jahr auf monatliche Mehrkosten von 3,32 Euro. Dies entspricht einer Preiserhöhung von knapp acht Prozent.

Auch auch die Kasseler E.ON Mitte erhöht sowohl Gas- als auch Strompreise. Der Gaspreis für Haushaltskunden steigt um netto 0,48 Cent pro Kilowattstunde. Für Strom muss ein Vier-Personenhaushalt, der jährlich 4500 Kilowattstunden verbraucht und den Sonder-"Vario-Tarif" nutzt, künftig monatlich 1,19 Euro mehr zahlen.