Keine Besserung in Sicht

E.ON rechnet mit dauerhaft hohen Energiepreisen

Wenig Hoffnung auf sinkende Energiepreise machte E.ON-Chef Wulf H. Bernotat gestern in Frankfurt. Die Energiepreise seien weltweit gestiegen und müssten daher auch an die Kunden weitergegeben werden. Konkrete Äußerungen zu den Folgen eines möglichen Regierungswechsels wollte er indes nicht machen.

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Frankfurt/Main (ddp/sm) - Das aktuell weltweit hohe Energiepreisniveau wird aus Sicht des Energieversorgers E.ON längerfristig anhalten und den Endkunden Mehrkosten bringen. "Wir werden weiter mit hohen Energiepreisen leben müssen", sagte Vorstandschef Wulf H. Bernotat am Mittwochabend in Frankfurt am Main. Die Energiepreise seien weltweit gestiegen und müssten daher auch an die Kunden weitergegeben werden.

Zu den Folgen eines möglichen Regierungswechsels für die gesamte Energiebranche und E.ON selbst wollte sich Bernotat nicht konkret äußern. Es sei zu früh, über solche Themen öffentlich zu sprechen, erklärte der E.ON-Chef. Man wisse nicht einmal, ob es eine Wahl und dann tatsächlich eine Neubewertung gibt. Die Opposition erwägt im Falle einer Regierungsübernahme eine längere Laufzeit von Atomkraftwerken.

Zu den Spekulationen um eine mögliche Sonderausschüttung sagte der E.ON-Chef, das Unternehmen höre genau hin, was seine Aktionäre sagten. Das Bild sei aber sehr gemischt. Während ein Teil der Investoren für eine höhere Sonderdividende eintrete, gebe es auch viele Anleger, die erwarteten, dass E.ON in das nachhaltige Wachstum des Unternehmens investiert. E.ON müsse daher einen Mittelweg finden, sagte Bernotat. Allerdings würden die Einnahmen aus dem geplanten Degussa-Verkauf komplett an die Aktionäre ausgeschüttet, kündigte der E.ON-Chef an.