Scharfer Wettbewerb

E.ON-Quartalsgewinn sinkt trotz Umsatzplus

Der größte deutsche Energiekonzern E.ON hat im ersten Quartal dieses Jahres mehr Strom und Gas als im Vorjahr verkauft und seinen Umsatz deutlich gesteigert. Die Erlöse kletterten um 8 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Dagegen ging das Ergebnis vor Steuern und Zinsen um 1 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurück und der bereinigte Konzernüberschuss sank um 7 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der DAX-Konzern übertraf mit seinem Umsatzwachstum zwar die Erwartungen von Analysten, lag mit seinen Ergebniszahlen aber leicht unter den Prognosen. Die E.ON-Aktie fiel bis gegen 13.00 Uhr um 1,2 Prozent auf 123,63 Euro.

Das Geschäft werde zunehmend durch den schärferen Wettbewerb auf den europäischen Strom- und Gasmärkten, das weiterhin sehr hohe internationale Energiepreisniveau sowie den steigenden Regulierungsdruck bestimmt, erklärte E.ON. In diesem schwierigen Umfeld habe sich das Geschäft von Europas größtem privatem Energieunternehmen auch im ersten Quartal 2008 weiterhin positiv entwickelt. Den Rückgang des bereinigten Konzernüberschuss führte das Unternehmen auf die Zinsaufwendungen für das Investitionsprogramm zurück, die erst in der Zukunft zu höheren Erträgen führen werden.

Für das Gesamtjahr erwartet E.ON weiterhin einen Anstieg des sogenannten Ergebnisses vor Steuern und Zinsen von fünf bis zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für den bereinigten Konzernüberschuss wird ein leichter Anstieg in Aussicht gestellt. Operative Ergebnisverbesserungen würden dabei teilweise durch erhöhte Zinsaufwendungen kompensiert.