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E.ON plant Einstieg in den österreichischen Markt

Wie die "Welt am Sonntag" berichtete, hat der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON großes Interesse am österreichischen Stromversorger Verbund. Da der österreichische Wirtschaftsminister eine Mehrheitsbeteiligung blockiert, soll der Einstieg über der Verbund-Tochter Austria Hydro Power AG erfolgen.

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Presseberichten zufolge will sich die Düsseldorfer E.ON AG an der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts AG (Verbund) beteiligen. Nach der in der vergangenen Woche aktuell gewordenen Übernahme des britischen Energieversorgers Powergen ist die Zusammenarbeit mit der Verbund AG ein weiterer wichtiger Schritt für die Positionierung von E.ON in Europa. Der Wiener Stromversorger gehört zu 51 Prozent dem Staat Österreich und ist der drittgrößte Wasserkraftproduzent Europas.


Weil allerdings der österreichische Wirtschaftsminister Martin Bartenstein eine Mehrheitsbeteiligung am Verbund blockiert, sprechen die Vorstände nach Informationen der "Welt am Sonntag" derzeit über eine E.ON-Beteiligung an der Verbund-Tochter Austria Hydro Power AG. Würden die Wasserkraftaktivitäten beider Unternehmen gebündelt, entstünde der zweitgrößte Wasserkraftproduzent der Welt. Auf Platz eins befindet sich der französische Staatskonzern Electricité de France.