Weniger Erträge

E.ON nimmt Wertberichtigungen in Milliardenhöhe vor

Der Energiekonzern E.ON nimmt wegen anhaltend verschlechterter Marktbedingungen in Italien, Spanien und Frankreich Wertberichtigungen in Höhe von 2,6 Milliarden Euro vor. Auch mittel- und langfristig sei mit einer schlechteren Ertragslage zu rechnen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - Der Konzern verzeichne in den dortigen Märkten zum Teil signifikant geringere Margen und Auslastungen. Die Ansätze für Geschäftswerte müssten um rund 1,1 Milliarden Euro und das sonstige Anlagevermögen um rund 1,5 Milliarden Euro berichtigt werden. Das bereinigte operative Ergebnis sei in den ersten neun Monaten um neun Prozent auf 8,0 Milliarden Euro gestiegen, erklärte E.ON. Den Ausblick für das Gesamtjahr mit einem Anstieg des Ergebnisses um maximal 3 Prozent und einem bereinigten Konzernüberschuss auf Vorjahresniveau bestätigte der Konzern. Den kompletten Neunmonatsbericht will E.ON am 10. November vorlegen.

Unterdessen kann E.ON sein Strom- und Gasgeschäft in den USA wie vor einem halben Jahr vereinbart für 7,6 Milliarden Dollar (rund 5,5 Milliarden Euro) an den US-Versorger PPL verkaufen. Die zuständige amerikanische Bundesaufsicht FERC gab das Vorhaben frei, wie E.ON weiter mitteilte. Insgesamt hat sich der Düsseldorfer DAX-Konzern vorgenommen, bis zum Jahresende Beteiligungen für mindestens zehn Milliarden Euro zu veräußern. Das Ziel sei bereits jetzt deutlich übertroffen worden, teilte E.ON nun mit.