Zeitungsbericht

E.ON muss offenbar mit harten Auflagen bei Endesa rechnen

In Spanien gibt es offenbar Bestrebungen, dem größten deutschen Energiekonzern E.ON durch eine Fülle von Auflagen eine Übernahme des spanischen Versorgers Endesa zu erschweren. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Freitagsausgabe.

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Frankfurt/Main (ddp/sm) - So soll die spanische Aufsicht für Zusammenschlüsse am Energiemarkt, die CNE, so weit reichende Vorgaben erwägen, dass von einer regelrechten Zerschlagung gesprochen werden kann. Die CNE will dem Bericht zufolge E.ON zwingen, im Fall einer Endesa-Übernahme, Beteiligungen der Endesa an den sieben Kernkraftwerken zu verkaufen und sich aus der Versorgung der Balearen und der Kanarischen Inseln zurückzuziehen. Auch werde über einen geforderten Verkauf aller Kohlekraftwerke oder den Rückzug aus der Stromerzeugung mit heimischer Kohle spekuliert.

E.ON habe sich gegenüber der Zeitung nicht äußern wollen. Der Energiekonzern hatte im Februar rund 29 Milliarden Euro für Endesa geboten. Die spanische Behörde wird in den nächsten Tagen zu einer Entscheidung kommen.