Keine Chance

E.ON Mitte holt sich mit Antrag auf Strompreiserhöhung Abfuhr

Hessens Wirtschaftsminister Rhiel bleibt hart: Wie alle anderen hessischen Versorger darf auch E.ON Mitte seinen Allgemeinen Stromtarif nicht anheben. Der Antrag, der bereits zum 1. Mai eine Erhöhung von 15 Prozent vorsah, habe keine Chance auf Genehmigung, sagte der Minister heute in Wiesbaden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden/Kassel (ddp/sm) - Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) geht weiter gegen Pläne der Stromwirtschaft für Preiserhöhungen vor. Einem vom Kasseler Versorger E.ON Mitte gestellten Antrag, die Strompreise im allgemeinen Tarif zum 1. Mai um 15 Prozent anzuheben, erteilte Rhiel am Montag in Wiesbaden eine deutliche Abfuhr. Der Antrag habe keine Chance auf Genehmigung, betonte der Minister.

Bereits im Dezember hatte E.ON Mitte seinen Strompreis um sechs Prozent erhöhen wollen. Schon dies hatte das hessische Wirtschaftsministerium abgelehnt. "Wenn bereits sechs Prozent Preisanstieg überzogen sind, dann sind 15 Prozent erst recht nicht akzeptabel", sagte Rhiel.

Von E.ON Mitte beziehen nach Unternehmensangaben etwa 700 000 Kunden Strom. Das Unternehmen ist in Hessen, in Südniedersachsen, in Ostwestfalen und Westthüringen aktiv. Die geplanten Strompreiserhöhungen sollen notfalls gerichtlich durchgesetzt werden, hieß es aus dem Unternehmen.