Gerüchte

E.ON-Manager Villis soll offenbar Claassen-Nachfolge antreten (Upd.)

Wenige Tage vor einem Treffen des Aufsichtsrates zeichnet sich der E.ON-Manager Hans-Peter Villis offenbar als Favorit für die Nachfolge des scheidenden EnBW-Vorstandsvorsitzenden Utz Claassen ab. Dies geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor.

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Karlsruhe (ddp/sm) - Der Aufsichtsrat von EnBW trifft sich am Donnerstag, um neben anderen Themen über die Personalfrage zu beraten. Nach Angaben der "Stuttgarter Nachrichten" hat Villis von beiden Großaktionären - den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken (OEW) und Electricité de France (EdF) - grünes Licht für seine Wahl erhalten. Auch die EnBW-Arbeitnehmerseite habe sich bereits mit dem 49-Jährigen getroffen, hieß es. Der Manager ist derzeit Finanzvorstand von E.ON in Schweden.

OEW-Präsident Kurt Widmaier sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), eine Entscheidung werde voraussichtlich noch nicht am Donnerstag, sondern auf einer Sondersitzung des Aufsichtsrates fallen. Auch die "Süddeutsche Zeitung" zitierte am Montag einen "Insider", demzufolge sich die Personalentscheidung über Wochen hinziehen könnte. Wann Claassen abgelöst werden soll, ist offenbar ebenfalls unklar. Sein Vertrag läuft bis Ende April 2008.

Claassen hatte Mitte Juni angekündigt, den Vertrag nicht verlängern zu wollen. Als Nachfolge-Kandidaten wurden in den vergangenen Tagen auch die Vorstandsvorsitzenden der Energieversorger EWE, Werner Brinker, und der MVV Energie, Rudolf Schulten, genannt. Die EnBW wollte sich noch nicht zur anhaltenden Personal-Diskussion äußern. Dies sei weiterhin Sache der Aktionäre, sagte eine Sprecherin auf Anfrage.