on top

E.ON legt Leitlinien für Konzernumbau fest

Auf der gestrigen Vorstellung der Halbjahresbilanz hat E.ON-Chef Wulf H. Bernotat auch die Leitlinien zur Verbesserung der Rentabilität durch Steigerung der Effizienz und gezielte wertschaffende Akquisitionen vorgestellt. Sie wurden im konzernweiten Projekt "on top" erarbeitet. Dazu hat E.ON beispielsweise fünf Zielmärkte für das Strom- und Gasgeschäft definiert.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Für ihr Strom- und Gas-Geschäft hat E.ON fünf Zielmärkte definiert: Beschaffung, Transport, Speicherung und Handel von Gas stellen sich als einheitlicher gesamteuropäischer Markt dar. Das gesamte Stromgeschäft und die Aktivitäten in Gasverteilung und –vertrieb sind hingegen von regionalen Märkten geprägt. Dies sind für E.ON: Zentraleuropa, Großbritannien, Skandinavien und der Mittlere Westen der USA. Im Mittelpunkt der Konzernstrategie steht nun der gezielte Ausbau der Wettbewerbspositionen in den europäischen Märkten. Hier liegt auch der Schwerpunkt der geplanten Investitionen mit einem Gesamtvolumen von 26 bis 28 Milliarden Euro im Zeitraum von 2003 bis 2005.

Auf der Ebene der für das operative Geschäft verantwortlichen Business Units – dies sind beispielsweise Erzeugungs-, Netz-, Handels- oder Vertriebsgesellschaften – werden einzelne Gesellschaften im Rahmen der Strom-Gas-Integration neu zugeordnet. Die zu einem großen Teil von Gasaktivitäten geprägte Thüga sowie die niederländische Gashandelsgesellschaft D-Gas werden künftig von Ruhrgas geführt. Die von Stromaktivitäten dominierten Regionalversorgungsunternehmen in Deutschland bleiben bei E.ON Energie. In Tschechien und Ungarn wird es künftig nur jeweils eine Landesgesellschaft geben, die von E.ON Energie geführt wird. Ruhrgas übernimmt die Federführung für das Baltikum.

Die Aktivitäten in den fünf Zielmärkten werden künftig jeweils von einer Führungsgesellschaft mit eigener Ergebnisverantwortung gesteuert. Dies sind: Ruhrgas für das gesamteuropäische Gasgeschäft, E.ON Energie für Zentraleuropa, Powergen für Großbritannien, Sydkraft für Skandinavien und LG&E für den Mittleren Westen der USA. Dabei werden Sydkraft – bisher von E.ON Energie geführt – und LG&E – bisher über Powergen – direkt an die E.ON AG angebunden.

Die E.ON AG wird als Corporate Center den Konzern als einheitliche Energiegruppe führen. Dazu werden neue Führungsprozesse eingerichtet.

E.ON-Vorstandsvorsitzender Wulf H. Bernotat: "Im on top-Projekt haben wir klare strategische Schwerpunkte festgelegt, eine noch schlagkräftigere Struktur für den Konzern entwickelt und uns sehr ambitionierte Ertrags- und Renditeziele gesetzt. Wir sind davon überzeugt, den richtigen Weg zu weiterem Wachstum und nachhaltiger Wertsteigerung eingeschlagen zu haben. E.ON bietet damit ihren Aktionären und auch ihren Mitarbeitern eine klare – und wie wir finden - äußerst attraktive Perspektive."