Stellenabbau möglich

E.ON legt 1,5 Milliarden schweres Sparprogramm auf (Upd.)

E.ON reagiert mit einem Sparprogramm auf die weltweite Rezession und schließt dabei auch einen Stellenabbau nicht aus. Bis 2011 sollen die Kosten um insgesamt 1,5 Milliarden Euro reduziert werden. Dazu sollen etwa die Produktivität erhöht, Doppelstrukturen abgebaut und Abläufe optimiert werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp.djn/sm) - Bei dem "Perform-to-Win"-Programm seien "Auswirkungen auf die Beschäftigung nicht auszuschließen". Dazu zählten die Ausgliederung von Leistungen sowie im begrenzten Fall Personalkürzungen. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 88.000 Menschen.

Produktivitätssteigerung und Einsparungen

Mit einem Volumen von 1,1 Milliarden Euro soll der Großteil der geplanten Ergebnisverbesserungen mit Einsparungen erzielt werden. Wie E.ON-Chef Wulf Bernotat sagte, würden weitere 400 Millionen Euro über Produktivitätssteigerungen erwirtschaftet. Seinen Angaben zufolge wird das Programm dazu beitragen, die "ehrgeizigen Ziele trotz Finanz- und Wirtschaftskrise" zu erreichen, sagte E.ON-Chef Wulf Bernotat, der das Programm bereits am Wochenende angekündigt hatte.

Nach einer Phase der Expansion würde sich nun auf die "innere Stärkung und Leistungsfähigkeit des Unternehmens" konzentriert, hieß es. Umfeld und Märkte seien schwieriger geworden durch härteren Wettbewerb und staatliche sowie regulatorische Eingriffe. Im operativen Geschäft plant der Konzern unter anderem die Zusammenführung des Strom- und Gasvertriebs in Deutschland. Zudem will er die Auslastung in den nordeuropäischen Kernkraftwerken sowie den Vertrieb in Großbritannien verbessern.

Aktionäre sollen höhere Dividende erhalten

Zugleich teilte E.ON überraschend mit, für 2008 Wertabschreibungen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro vorzunehmen. Dennoch will der Vorstand die Erhöhung der Dividende um fast zehn Prozent auf 1,50 Euro vorschlagen. Bei den Wertabschreibungen handelt es sich um Goodwill-Abschreibungen von 1,5 Milliarden Euro in den USA sowie von rund 1,8 Milliarden Euro in Italien, Spanien und Frankreich.

Auswirkungen auf das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sollen die Wertberichtigungen aber nicht haben. Dies dürfte nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr um sieben bis acht Prozent über dem Ergebnis des Vergleichszeitraums liegen. In gleicher Größenordnung soll auch der Konzernüberschuss gestiegen sein.