Populistisches Ziel

E.ON kritisch gegenüber Gabriel-Ziel zu CO2-Reduzierung

E.ON-Vorstandschef Wulf Bernotat hält die von Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) geforderte Reduzierung des CO2-Ausstoßes in Deutschland um 40 Prozent bis 2020 für schwer erreichbar. "Das ist ein etwas populistisches Ziel" sagte Bernotat der "Bild am Sonntag". Außerdem setze Bernotat weiterhin auf Kohle.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - "Minister Gabriel muss das Ergebnis in seiner Amtszeit ja nicht mehr liefern", so der E.ON-Chef weiter. "Ich halte schon 20 Prozent für sehr ehrgeizig, aber machbar."

Zugleich setzt Bernotat trotz des Klimawandels weiterhin auf Kohle: "Zur Kohle gibt es derzeit keine Alternative, das sieht auch die Politik so." Der E.ON-Chef fügte hinzu: "Ich bin davon überzeugt, dass Kohle noch mehrere 100 Jahre genutzt wird. Wenn nicht in Deutschland, dann zum Beispiel in China. Deshalb ist es wichtig, dass wir sauberere und zukünftig sogar CO2-freie Kohlekraftwerke betreiben."