Pläne

E.ON investiert 132 Millionen Euro in Netzausbau

Der Stromanbieter E.ON Thüringen baut sein Stromnetz im Freistaat kräftig aus. In neue Leitungen, Anschlüsse sowie Sanierungen sollen in diesem Jahr rund 132 Millionen Euro investiert werden, teilte der Vorstandsvorsitzende der E.ON Thüringer Energie, Reimund Gotzel, am Montag in Erfurt mit.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (dapd/red) - Dadurch bleibe Thüringen als Wirtschaftsstandort attraktiv, sagte er. Wegen der Einspeisung erneuerbarer Energien gebe es hohen Investitionsbedarf beim Stromanbieter.

In Nordthüringen soll zwischen Menteroda und dem Umspannwerk Greußen eine 30 Kilometer lange 110-Kilovolt-Doppelleitung für Windstrom errichtet werden. Eine weitere Trasse ist zwischen Herda und Martinroda geplant. Zudem sollen landesweit 160 Kilometer Spannungsleitungen modernisiert und rund 50 neue Stationen geschaffen werden. Derzeit betreibt E.ON Thüringen 102 Umspannwerke und ein fast 40.000 Kilometer langes Stromnetz.

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) begrüßte die Pläne, die der Stromanbieter am Montag verkündete. "Wer erneuerbare Energien will, kommt um den Leitungsausbau in Deutschland nicht herum", sagte er. Bundesweit müssten in den kommenden Jahren bis zu 3.600 Kilometer Übertragungsnetze gebaut werden, hinzu komme die Ertüchtigung der Verteilnetze in den Regionen.

Schon jetzt werde der Zubau der regenerativen Energien durch Leitungsengpässe gefährdet. "Bei starkem Wind sind die Übertragungskapazitäten oft nicht ausreichend, um den Windstrom aufnehmen zu können", sagte der Minister. In diesem Zusammenhang plädierte er zudem für eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren.