In Hamburg

E.ON Hanse-Prozess: Weitere Preisdetails vorgelegt

Seit September 2005 wehren sich 54 Gaskunden von E.ON Hanse nun schon gerichtlich gegen drei Gaspreiserhöhungen um insgesamt 25 Prozent zwischen Oktober 2004 und September 2005. Bisher waren die vom Versorger zur Preiskalkulation vorgelegten Unterlagen unzureichend. Das könnte sich jetzt ändern.

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Hamburg (red) - Gut ein Jahr nach Prozessauftakt kommt neuer Schwung in der Prozess gegen E.ON Hanse wegen möglicherweise "unbilliger" Gaspreiserhöhungen. Verschiedenen Presseberichten zufolge, hat der norddeutsche Versorger dem zuständigen Landgericht in Hamburg zu Beginn dieser Woche weitere Informationen zur Preiskalkulation vorgelegt.

Bereits im November 2005 hatte E.ON Hanse seine Gaspreiskalkulation erstmals veröffentlicht. Verbraucherschützer und auch das Landgericht hatten die vorgelegten Unterlagen und Wirtschaftsprüfertestate jedoch als nicht ausreichend und "kein geeignetes Beweismittel" eingestuft. Ende November dann war die eigentlich für Mitte Dezember angekündigte Entscheidung verschoben worden, weil mehr Zeit zur Prüfung der Unterlagen benötigt wurde.

Trotz des mehrfachen Hinweises auf "schützenswerte Geschäftsgeheimnisse" hat E.ON Hanse dem Gericht nun offensichtlich Bezugsverträge, Rechnungen und weitere Gutachten von Wirtschaftsprüfern vorgelegt. So will der Konzern nachweisen, dass allein die höheren Bezugskosten für die Gaspreiserhöhungen ausschlaggebend waren. Allerdings sind Teile der Unterlagen geschwärzt worden.