Vereinbarung mit EU-Kommission

E.ON gibt Erzeugungskapazitäten ab

E.ON will 2.200 Megawatt Erzeugungskapazitäten aus deutschen Kraftwerken abgeben. Durch einen Kapazitätstausch mit dem belgischen Wettbewerber Electrabel steigt E.ON damit in den belgischen Strommarkt ein. Darüber hinaus will EnBW Anteile an konventionellen Kraftwerken von E.ON erwerben.

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Düsseldorf (red) - Damit würde ein Teil der Maßnahmen umgesetzt, zu denen man sich gegenüber der EU-Kommission verpflichtet hatte, teilt das Unternehmen mit. Insgesamt hat E.ON die Abgabe von 5.000 Megawatt Kraftwerkskapazität sowie des Höchstspannungsnetzes in Deutschland zugesagt. Im Gegenzug hatte die Kommission ein Kartellverfahren eingestellt und auf eine milliardenschwere Geldbuße verzichtet.

E.ON gebe in Deutschland Kraftwerksbeteiligungen und Strombezugsrechte im Volumen von rund 1.700 Megawatt an Electrabel ab und erhalte im Gegenzug Kraftwerke und Strombezugsrechte in vergleichbarem Umfang in Belgien. EnBW übernehme die E.ON-Anteile an dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf (446 Megawatt) und dem Steinkohlekraftwerk Bexbach (79 Megawatt).

Einstieg in belgischen Strommarkt

Der Tausch mit Electrabel beteutet für E.ON den Einstieg in den belgischen Stromerzeugungsmarkt. "Mit dem Schritt nach Belgien setzen wir den Ausbau unserer Präsenz in Europa zügig fort", so E.ON-Chef Wulf Bernotat.

Der Abschluss verbindlicher Verträge sowie der Vollzug der Transaktionen sind das erste Halbjahr 2009 vorgesehen. Beide Transaktionen stehen unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Wettbewerbshörden und der Zustimmung der jeweiligen internen Gremien.