Stellenabbau

E.on garantiert offenbar Standorte Düsseldorf und Essen

Der Energieriese E.on garantiert einem Zeitungsbericht zufolge den Erhalt der Standorte Düsseldorf und Essen. "Die Leitung des Konzerns bleibt in Düsseldorf", sagte Eon-Vorstand Bernhard Reutersberg der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).

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Düsseldorf (afp/dapd/red) - Auch Essen, wo E.on Ruhrgas sitzt, werde nicht verlassen: "E.on bleibt im Großraum Düsseldorf, dazu zählt auch Essen", sagte Reutersberg weiter. In Kürze wolle der Gas- und Stromanbieter aber Näheres zur Zusammenlegung des Gashandelsgeschäftes sagen. Unklar ist damit weiterhin, was mit den Standorten München und Hannover geschieht.

Eon hatte angekündigt, weltweit bis zu 11.000 Stellen abzubauen, allein in Deutschland könnten 6500 Jobs wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen hat das Unternehmen dabei nicht ausgeschlossen. Als Grund nannte der Konzern unter anderem die Folgen des Atomausstiegs.

Vorstand soll nicht verkleinert werden

"Der Abbau betrifft alle Bereiche und alle Hierarchie-Stufen", sagte Reutersberg der "Rheinischen Post". E.on leiste sich im Vergleich zu anderen Konzernen unter anderem eine zu große Zentrale. Nicht verkleinert werden solle dagegen der Vorstand: "Es bleibt bei sechs Vorständen, das ist für einen Konzern unserer Größe im internationalen Vergleich eher unterdurchschnittlich."

Auf der Kippe steht dagegen die Kunst-Förderung. "Wir haben Verträge bis 2013, das respektieren wir. Danach werden wir überlegen, ob wir an der Förderung festhalten werden", sagte Reutersberg, der den Konzernumbau beim Stromanbieter leitet, der Zeitung.

Ab Donnerstag hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Beschäftigten von Eon zu einer Protestwoche gegen den geplanten Stellenabbau aufgerufen. Bis zum übernächsten Montag seien bundesweit Betriebsversammlungen, Demonstrationen und Kundgebungen geplant, teilte Verdi mit.

Bericht über Milliarden-Offerte in Portugal

Einem Zeitungsbericht zufolge hat E.on eine Milliarden-Offerte für eine Beteiligung an dem portugiesischen Versorger Energias de Portugal (EDP) abgegeben. Das Unternehmen habe fristgerecht ein erstes Gebot für die 21,5 Prozent vorgelegt, die der portugiesische Staat verkaufen will, berichtete das Düsseldorfer "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) vorab unter Berufung auf Konzernkreise. EDP wird demnach an der Börse mit 8,5 Milliarden Euro bewertet.