Emissionshandel

E.ON fordert europaweite Versteigerung von CO2-Zertifikaten

Der Düsseldorfer Energieversorger E.ON hat eine stärkere Harmonisierung des europäischen Emissionshandels gefordert. Langfristig solle es eine europaweit einheitliche Versteigerung von CO2-Zertifikaten geben. Das könne die Effizienz und die Glaubwürdigkeit des Emissionshandels insgesamt erhöhen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Nach Einschätzung des Energiekonzerns sollte eine Auktionierung schrittweise eingeführt werden. Alle Marktteilnehmer und alle Anlagen - neue und auch bestehende - sollten einbezogen werden. Mit den Erlösen der Versteigerung könnten dann die Energiesteuern gesenkt werden, so E.ON.

In Vorschlägen für eine Weiterentwicklung des Emissionshandels für die Periode nach 2012, die E.ON in dieser Woche der EU-Kommission vorgelegt hat, forderte der Konzern in einem ersten Schritt, die bisherigen nationalen Unterschiede beim CO2-Handel in Europa aufzuheben. So müssten künftig alle Anlagen europaweit gleich behandelt werden - unabhängig von ihrem Standort, dem Betreiber oder ihrem Alter.

Nach Einschätzung von E.ON würde sich eine Weiterentwicklung des Emissionshandels auch positiv auf den Klimaschutz auswirken. Ein gut funktionierender Markt für CO2-Zertifikate sei die effizienteste Methode, um Unternehmen Anreize für Investitionen in klimaschonende Techniken zu geben, erklärte das Unternehmen.