Bilanz

E.ON festigt Marktführerposition in Bayern

Der Energiedienstleister E.ON Bayern hat nach den Worten von Vorstand Dr. Peter Deml im Geschäftsjahr 2004 seine Position als Marktführer auf dem bayerischen Energiemarkt weiter gefestigt. Bei einem Umsatz von 2,6 Milliarden Euro konnte wurden 234,9 Millionen Euro vor Steuern erwirtschaftet.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp-bay/sm) - Der Energiedienstleister E.ON Bayern hat seine Position als Marktführer auf dem Energiemarkt im Freistaat weiter gefestigt. Trotz verhaltener konjunktureller Entwicklung und schwieriger Rahmenbedingungen habe im Geschäftsjahr 2004 der Stromabsatz mit knapp 30 Milliarden Kilowattstunden leicht über dem Vorjahresniveau gelegen, sagte Vorstandschef Peter Deml am Dienstag in Regensburg.

Bei einem Umsatz von 2,6 Milliarden Euro konnte E.ON Bayern ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern von 234,9 Millionen Euro erwirtschaften, wie der kaufmännische Vorstand Reimund Gotzel sagte. Dieses liege damit um knapp 33 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Basis dafür sei neben den leicht gestiegenen Stromabsätzen insbesondere eine weitere Prozessoptimierung.

Hinsichtlich der Preisentwicklung und des steigenden Kostendrucks für die Energieversorger forderte Vorstandschef Deml eine "Versachlichung der hitzigen Preisdiskussionen". Ein Vergleich der Preisentwicklung bei Benzin, Heizöl, Erdgas und Strom zeige, dass die Entwicklung bei Strom "vergleichsweise moderat" verlaufen sei. Trotz gestiegener Beschaffungskosten habe sich der um Steuern und Abgaben bereinigte Strompreis für den durchschnittlichen Haushaltskunden gegenüber dem Niveau von 1998 um knapp 60 Euro pro Jahr reduziert.

Wie es mit den Strompreisen weitergeht, ist laut Deml in erster Linie von der Entwicklung der Primärenergien und von politischen Entscheidungen abhängig. Bei E.ON Bayern werde es aber im laufenden Jahr im so genannten Allgemeinen Tarif, in dem sich die Masse der 1,6 Millionen Privat- und Haushaltskunden bewege, zu keinen Preiserhöhungen mehr kommen.

Mittel- und längerfristig plant die E.ON Bayern AG nach Angaben des Vorstandschefs den Ausbau der Position am Gas- und Wärmemarkt. Der Dienstleister beliefert derzeit nach eigenen Angaben neben 150 000 Kunden mit elektrischen Heizsystemen und 80 000 Erdgaskunden fast 10 000 Kunden mit Nah- und Fernwärme. Basis seien 57 eigene Wärmeerzeugungsanlagen und die damit verbundenen Netze. Aus Gründen der Transparanz und höherer operativer Schlagkraft will E.ON diese in einer eigenen Wärmegesellschaft zusammenfassen, kündigte Deml an.