Wegen Razzia

E.ON: EU droht mit millionenschwerem Bußgeld

Die EU-Kommission bestätigte jetzt Berichte, in denen der E.ON Energie AG der Bruch eines offiziellen EU-Siegel vorgeworfen wird. Mit dem Siegel wurde bei dem Unternehmen ein Büro mit beschlagnahmten Dokumenten gesichert. Jetzt droht dem Energiekonzern ein Bußgeld in Millionenhöhe.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - Die Versiegelung erfolgte im Rahmen einer groß angelegten Durchsuchungsaktion bei den E.ON und RWE im Mai diesen Jahres. Auch Energiekonzerne in anderen Ländern waren betroffen. Hintergrund sind Ermittlungen der Wettbewerbshüter wegen Absprachen im Energiemarkt.

Anfang Oktober hatte die Wettbewerbs-Kommission formell eine Äußerung von E.ON zu diesen Vorwürfen verlangt. Das Unternehmen hatte daraufhin eine mündliche Anhörung beantragt. Diese soll im Dezember stattfinden.

Nach einem Bericht des Handelsblattes weist E.ON die Vorwürfe als unberechtigt zurück. "Dies wurde durch gutachterliche Stellungnahmen untermauert", sagte ein Unternehmenssprecher.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht E.ON Energie ein Bußgeld von bis zu einem Prozent des Vorjahresumsatzes. Dies wäre ein Betrag von bis zu 243 Millionen Euro.

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