Abgashandel

E.ON Energie will höhere Zuteilung an Emissionszertifikaten

Die E.ON Energie AG in München will gegen die Vergabe der Kohlendioxid-Zertifikate für den Schadstoffhandel Widerspruch einlegen. Auch RWE, EnBW und Vattenfall prüfen derzeit, ob die zugeteilte Menge an Zertifikaten klaglos akzeptiert wird. Es wurden offensichtlich weniger Scheine ausgegeben als beantragt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Der im Januar gestartete EU-weite Handel mit Emissionszertifikaten wird in Deutschland vom Streit um die Zuteilung der Scheine belastet. Die E.ON Energie AG in München will gegen die Vergabe der Kohlendioxid-Zertifikate für den Schadstoffhandel Widerspruch einlegen, teilte ein Unternehmenssprecher am Freitag mit. E.ON habe weniger Zertifikate erhalten als beantragt. Dies sei ein Grund, die Zuteilung durch die beim Umweltbundesamt angesiedelte Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) anzufechten.

E.ON steht mit dem Problem offenbar nicht allein da. Der Essener Energiekonzern RWE will nach Aussagen eines Sprechers bis zum 20. Januar prüfen, ob die zugeteilte Menge an Zertifikaten klaglos akzeptiert wird. Bis spätestens Mitte nächster Woche will auch EnBW in Karlsruhe über das weitere Vorgehen entscheiden. Einen Widerspruch gegen die zugeteilte Menge an Zertifikaten wolle er "nicht ausschließen", sagte ein Sprecher auf Anfrage. Auch Vattenfall Europe befindet sich nach Auskunft einer Sprecherin noch in der Prüfungsphase.

Die Zuteilungsbescheide waren den Unternehmen kurz vor Weihnachten zugegangen. Die vierwöchige Frist, in der Widerspruch eingelegt werden kann, läuft kommende Woche ab.