E.ON Energie und Bewag tauschen Beteiligungen

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Die E.ON Energie AG wird ihre Beteiligung an der BEWAG (49 Prozent des Kapitals, 52,5 Prozent der Stimmen) an die Hamburgischen Electricitäts-Werke AG (HEW) abgeben. Im Tausch dafür erhält die E.ON Energie die von der HEW gehaltenen Beteiligungen an der HEIN GAS, Hamburger Gaswerke GmbH (61,9 Prozent), an der schwedischen Sydkraft AB (15,7 Prozent des Kapitals, 2,6 Prozent der Stimmen) sowie einen Barausgleich in Höhe von 485 Millionen DM. Einen entsprechenden Vertrag haben heute die Vorstände der E.ON Energie und HEW unterzeichnet. Der Vertrag steht noch unter dem Vorbehalt der Aufsichtsgremien der Gesellschaften sowie der Freigabe durch die Kartellbehörden.


Der Vorstandsvorsitzende der E.ON Energie, Dr. Hans-Dieter Harig, bezeichnete den Aktientausch als strategisch wichtigen Schritt zum Ausbau der Skandinavienaktivitäten des Konzerns. Die E.ON Energie erhöhe ihren Beteiligungsbesitz an Sydkraft auf insgesamt 36,4 Prozent des Kapitals und 35,8 Prozent der Stimmen und verfüge damit in der Gesellschaft über eine Sperrminorität. Sydkraft und E.ON Energie halten 21,8 Prozent bzw. 15,4 Prozent der Anteile an HEW. Diese Anteile werden beide Unternehmen jeweils verkaufen. Hierüber finden zur Zeit Verhandlungen mit dem schwedischen Energieversorgungsunternehmen Vattenfall statt. Wie Harig anlässlich der Vertragsunterzeichnung ausführte, gewinne der Konzern mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an HEIN GAS 700.000 Gas- und Wärmekunden im Raum Hamburg, sowie über deren Tochter HGW Hansegas rund 50.000 Kunden in Mecklenburg-Vorpommern. Damit würden die Gasaktivitäten des Konzerns in Norddeutschland gestärkt. Er sei zuversichtlich, dass auch die beiden anderen Gesellschafter von HEIN GAS (Thüga und BEB) dem Erwerb der HEIN GAS-Beteiligung durch die E.ON Energie zustimmen werden.


Harig wies darauf hin, dass mit der vorgesehenen Abgabe der BEWAG Beteiligung an die HEW eine der wettbewerblichen Zusagen erfüllt werde, die VEBA und VIAG anlässlich ihrer Fusion zur E.ON AG gegenüber der EU Kommission in Brüssel abgegeben hatte. Auch die Kommission müsse die HEW noch als Erwerber der BEWAG genehmigen.