E.ON Energie soll Partner von EMR werden

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Der EMR-Gesellschafterauschuss hat in einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung in einer einstimmigen Empfehlung vorgeschlagen, E.ON Energie als strategischen Partner bei EMR aufzunehmen.


Nachdem über die Zukunft von EMR im liberalisierten Strommarkt in der ersten Jahreshälfte intensiv diskutiert worden war, hatten die 28 kommunalen Gesellschafter des Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg (EMR) Mitte des Jahres einen Gesellschafterausschuss mit der Aufgabe eingesetzt, ein geordnetes Verfahren zur Stärkung und damit verbundenen Neustrukturierung von EMR, insbesondere zur Suche eines geeigneten strategischen Partners, durchzuführen und für eine außerordentliche Gesellschafterversammlung eine Beschlussempfehlung zu erarbeiten.


Das von der beauftragten Londoner Investmentbank Schroder Salomon Smith Barney eingeleitete Verfahren wurde von der Anwaltskanzlei White & Case Feddersen, Berlin/Hamburg beratend begleitet und endete mit Abgabe verbindlicher Angebote am 20.11.2000. Anschließend hat der Gesellschafterausschuss die heute der Gesellschafterversammlung vorgestellte Beschlussempfehlung erarbeitet. Nach europaweiten Kontakten mit mehr als 20 Energieversorgungsunternehmen hatten zunächst neun Unternehmen an EMR Interesse gezeigt, von denen sieben an dem im August eingeleiteten Verfahren teilgenommen haben. Nachdem sich drei Interessenten vorzeitig aus dem Verfahren zurückgezogen hatten, haben am Ende noch vier Bieter Kaufgebote abgegeben.


Nach einhelliger Auffassung des Gesellschafterausschusses und der Berater und der Geschäftsführung bietet E.ON Energie für die strategische Weiterentwicklung von EMR die besten Möglichkeiten. Zudem hat E.ON Energie mit einem umgerechneten Kaufpreis von 10,5 Millionen DM pro Prozentpunkt bzw. - bei einer Mehrheitsbeteiligung 11,2 Millionen DM pro Prozentpunkt - das höchste Kaufpreisangebot abgegeben. Vorgesehen ist, dass die Kreise ihre EMR-Anteile an E.ON in einem Umfang von mindestens 25,1 Prozent verkaufen.


Über die vom Gesellschafterausschuss vorgestellte Beschlussempfehlung werden die Gesellschafter in den nächsten Wochen in ihren politischen Gremien beraten. Eine endgültige Entscheidung soll in einer weiteren außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 11. Dezember erfolgen.