Versorgungssicherheit

E.ON Energie: Milliarden-Investitionen in Stromversorgung nötig

Die E.ON Energie AG hat den Bau mehrerer neuer Kraftwerke in Deutschland angekündigt, um die in den kommenden Jahren zu erwartenden Kapazitätsausfälle ausgleichen zu können. Gleichzeitig gebe es keinen Anlass, die Verständigung mit der Regierung über den Atomausstieg in Frage zu stellen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (ddp-bay/sm) - Nach den Worten von E.ON-Energie-Chef Johannes Teyssen sind in den kommenden Jahren Milliarden-Investitionen nötig, um die Stromversorgung in Deutschland zu sichern. Er wolle nicht das "Menetekel häufigerer Blackouts in Deutschland" an die Wand malen, sagte Teyssen am Dienstag in München. Großflächige Stromausfälle, wie sie im vergangenen Jahr die USA und Italien heimgesucht hätten, zeigten jedoch, dass Versorgungssicherheit "kein Geschenk" sei. Die europäischen Energieversorger hätten nur noch wenig Zeit, die nötige Erneuerung von Kraftwerken und Netzen auf den Weg zu bringen.

Mittelfristig kündigte Teyssen für die E.ON Energie den Bau mehrerer neuer Kraftwerke in Deutschland an, um die in den kommenden Jahren zu erwartenden Kapazitätsausfälle ausgleichen zu können. Standortentscheidungen seien noch nicht gefallen.

In diesem Zusammenhang äußerte sich die E.ON-Spitze zurückhaltend, was die Erwartungen an die erneuerbaren Energieträger betrifft. Die politisch gewünschte Steigerung des Anteils regenerativer Energie auf 20 Prozent im Jahr 2020 sei eine "Rechnung mit vielen Unbekannten", sagte Teyssen. Kritisch äußerte er sich zu den staatlichen Subventionen für Windkraftanlagen. "Für die Versorgungssicherheit werden Windparks absehbar nur ergänzende Versorgungseinheiten darstellen", betonte Teyssen.

Im Zusammenhang mit der Diskussion um den "Ausstieg vom Ausstieg" aus der Kernenergie sagte Vorstandsmitglied Walter Hohlefelder, dies sei eine politische Frage. Man sehe derzeit keinen Anlass, die geltende "Verständigung mit der Bundesregierung" in Frage zu stellen.