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E.ON/Endesa: EU-Kommission fordert Klarstellung wegen Auflagen

Die Europäische Kommission fordert von der spanischen Regierung eine Klarstellung der von der spanischen Energiebehörde CNE verhängten Auflagen für die Übernahme des dortigen Versorgers Endesa durch den Energiekonzern E.ON. Sie sehen u.a. vor, dass ein Drittel der Erzeugungskapazitäten abgegeben werden.

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Brüssel/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Spanien solle eine entsprechende Antwort "binnen weniger Tage" formulieren, damit die Kommissionsvertreter prüfen können, ob damit möglicherweise EU-Recht verletzt wird, sagte Kommissionssprecher Stefaan de Rynck am Donnerstag in Brüssel.

Der spanische Energiemarktregulierer CNE hatte vergangenen Freitag dem Düsseldorfer E.ON-Konzern die Endesa-Übernahme für 27 Milliarden Euro unter Auflagen genehmigt. Unter anderem sollte E.ON sich im Fall einer Übernahme von rund einem Drittel der Endesa-Stromerzeugungskapazität trennen. E.ON bezeichnete die Auflagen als ungerechtfertigt.

Ende April hatte die EU-Kommission den Deal bereits ohne Einschränkung zugelassen. Die Kommission hatte zudem im Vorfeld der CNE-Entscheidung Bedenken geäußert, dass Spanien die Übernahme zu vereiteln versuche.