Der Kampf geht weiter

E.ON/Endesa: CNE verteidigt Auflagen [Upd.]

Die Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa durch den E.ON-Konzern wird wohl noch etwas auf sich warten lassen. Nach Medienberichten will die spanische Energieaufsicht CNE dem Industrieministerium empfehlen, auf allen Auflagen für E.ON zu bestehen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Madrid/ Frankfurt (red) - Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hat die Behörde gestern dem Ministerium einen Bericht mit einem entsprechenden Vorschlag übergeben, der auch eine Klärung vor europäischen Gerichten vorsieht. In der letzten Woche hatte die EU-Kommission die CNE-Entscheidung für unrechtmäßig erklärt und die Aufhebung verlangt.

Spanien, das eine Fusion innerhalb des Landes favorisiert, hat eine Übernahme durch E.ON an zahlreiche Bedingungen geknüpft, obwohl die EU-Kommission die Übernahme zuvor bereits ohne Auflagen genehmigt hatte. Unter anderem solle sich E.ON im Fall der Übernahme von rund einem Drittel der Stromerzeugungskapazitäten trennen. Begründet wurden die Auflagen mit der Versorgungssicherheit in Spanien.

Aus Regierungskreisen in Madrid heisst es, dass man weiter an einer Verhandlungslösung interessiert sei. Industrieminister Joan Clos hatte vor zwei Wochen in Brüssel angekündigt, die EU-Entscheidung zu akzeptieren.

Währenddessen hat E.ON sein erhöhtes Angebot für Endesa bei der Börsenaufsicht CNMV zur Genehmigung eingereicht, wie das Unternehmen mitteilte. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, die Transaktion erfolgreich abschließen zu können", sagte Eon-Chef Wulf Bernotat.

Die Europäische Kommission hat Spanien erneut mit juristischen Schritten gedroht, sollte das Land die Vorgaben für die Übernahme des Stromkonzerns Endesa durch die deutsche E.ON nicht aufheben. Dies wurde heute in Brüssel mittgeteilt.

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