Zwangsgelder

E.on Edis muss offenbar Millionenstrafe zahlen

Das Energieunternehmen E.on Edis in Brandenburg muss einem Magazinbericht zufolge ein Zwangsgeld in Höhe von 1,3 Millionen Euro wegen Wettbewerbsbehinderung zahlen. Die Beschwerden seien von zwei Konkurrenten gekommen, hieß es. Bei E.on sprach man von einem technischen Problem.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Fürstenwalde (dapd/red) - Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Samstag vorab berichtete, beschwerten sich Konkurrenten über die verspätete Bereitstellung von Abrechnungsdaten und Protokollen von Kunden, die sie dem Stromanbieter E.on Edis abgeworben hatten.

Unternehmenssprecher Horst Jordan wies auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd die Vorwürfe zurück. Es handele sich lediglich um technische Probleme. Den Kunden einen reibungslosen Wechsel des Lieferanten zu ermöglichen, habe für E.on edis höchste Priorität. Jordan bestätigte den Eingang eines Bescheides der Bundesnetzagentur. Zur Höhe des Zwangsgeldes wollte er sich nicht äußern. E.on Edis prüfe nun die erhobenen Vorwürfe und die Frage, ob Rechtsmittel eingelegt würden.

Die Beschwerden stammen dem "Spiegel" zufolge von den Unternehmen Lekker Strom und Lichtblick. Jordan sprach von einem Problem bei der Übertragung von Kundendaten. Die Bundesnetzagentur fordere von jedem Stromanbieter, den Netzbetrieb und den Vertrieb zu trennen. Diese Vorgaben setze E.on Edis um und müsse deshalb die Kundendatensätze trennen. Dabei könne es zu Fehlern kommen, sagte Jordan.