Ohne Zwang

E.ON-Chef schließt Trennung von Produktion und Netz nicht aus

Der Vorstandschef des größten deutschen Energiekonzerns E.ON, Wulf Bernotat, wehrt sich nicht grundsätzlich gegen eine eigentumsrechtliche Neuordnung von Netzbetrieb und Energieerzeugung. Jedoch dürfe dies nicht mit mit zweifelhaften Argumenten erzwungen werden, so wie es EU-Politiker fordern.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp/sm) - "Ob wir uns einmal von unseren Netzen trennen oder nicht, muss aber eine unternehmerische Entscheidung bleiben, zu der ich nicht mit zweifelhaften Argumenten gezwungen werden möchte", sagte Bernotat der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe).

EU-Wettbewerbskommissarin Nellie Kroes habe den deutschen Unternehmen noch keine vernünftige Begründung, sondern nur allgemeine, grundsätzliche Argumente für eine solche Trennung geliefert, sagte der E.ON-Chef. Bisher habe ihn auch noch niemand davon überzeugen können, dass eine Trennung zwischen Produktion und Netz zwingend für mehr Wettbewerb sorgt.