Übernahmen

E.ON-Chef fordert staatlichen Schutz für die Energiebranche

E.ON-Chef Wulf Bernotat fordert gesetzliche Regelungen zum Schutz vor feindlichen Übernahmen. "Es kann und darf nicht sein, dass Unternehmen, die in ihren eigenen Märkten staatlichen Schutz genießen, sich in freie Märkte wie den deutschen einkaufen", sagte Bernotat der "Financial Times Deutschland".

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Hamburg (ddp/sm) - Die Überlegungen der Bundesregierung, das Außenwirtschaftsgesetz für solche Fälle zu ändern, halte er unter diesen Umständen für sinnvoll.

"Konkrete Sorgen, übernommen zu werden, haben wir aber nicht", sagte Bernotat. Der Börsenwert von E.ON liege derzeit bei rund 86 Milliarden Euro. Dennoch gelten die beiden größten deutschen Energiekonzerne E.ON und RWE als potenzielle Ziele feindlicher Übernahmen. Insbesondere die Konkurrenten aus Frankreich und Russland, die unter staatlicher Kontrolle stehen und deshalb selbst gegen Angriffe geschützt sind, könnten mit einem feindlichen Vorstoß auf den deutschen Markt kräftig wachsen.