Gefahr für Energiekonzerne

E.ON-Chef: Brüssel ist größere Bedrohung als Russland

Für Europas Energiekonzerne sei die Europäische Union eine größere Gefahr als Russland. Dies meint zumindest der E.ON-Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat. Die EU-Komission will mit ihren Plänen zur Zerschlagung der Energiekonzerne den Wettbewerb fördern und hofft so auf günstigere Preise.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - "Alle reden von Russland, doch die wirkliche Bedrohung kommt von der Europäischen Kommission", sagte Bernotat im Interview mit der Financial Times Deutschland. Vor allem in Osteuropa gebe es Ängste, der russische Gazprom-Konzern könnte wichtige Teile der EU-Energiewirtschaft unter seine Kontrolle bringen. Doch die EU mit ihren Plänen zur Aufspaltung der Energiekonzerne sowie die Androhungen der EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes, die den Konzernen mit weiteren Verfahren wegen "wettbewerbsfeindlichen Verhalten" drohte, sei eine viel größere Gefahr für die Energiekonzerne.

Der E.ON-Chef ist sich jedoch sicher, "dass es nicht zur Entflechtung kommen wird". Solche Prozesse würden in Brüssel lange dauern, gerade wenn wichtige EU-Mitglieder dagegen sind. Zudem würde eine Entflechtung "E.ON nicht killen", gibt sich der Manager zuversichtlich.

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