Keine Entflechtung

E.ON-Chef Bernotat kritisiert EU-Pläne für Energiebranche

E.ON-Chef Wulf Bernotat, hat die Gesetzentwürfe der EU-Kommission zur zwangsweisen Trennung von Energieproduktion und Netzbetrieb als unsinnig zurückgewiesen. "Eine eigentumsrechtliche Entflechtung der Energienetze ist der falsche Weg zum Europäischen Binnenmarkt", sagte er dem "Handelsblatt".

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Düsseldorf (ddp/sm) - Es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Eigentum an den Netzen und der Höhe der Energiepreise oder Netzinvestitionen. In Deutschland überwache die Bundesnetzagentur den freien Netzzugang. "Jegliche Möglichkeit, den Wettbewerb zu behindern, ist damit heute schon ausgeschlossen", zeigte sich Bernotat überzeugt.

Mit den Plänen wecke die Kommission "völlig falsche Erwartungen" bei den Konsumenten. Brüssel will Versorgern die Kontrolle über ihre Netze nehmen, um den Wettbewerb bei Strom und Gas anzukurbeln. Bernotat verwies auf die regionalen Netzbetreiber als die bessere Lösung. "Es wäre sinnvoller, den Wettbewerb durch Überwindung der nationalen Grenzen zu stärken."

Die Brüsseler Kommission will das Gesetz voraussichtlich am 19. September offiziell auf den Weg bringen.