Fristverlängerung beantragt

E.ON braucht mehr Zeit für VNG-Verkauf

Einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" zufolge wird der Energiekonzern E.ON seine Beteiligung an der ostdeutschen Ferngasgesellschaft VNG nicht fristgemäß zum 11. August verkaufen. Wie die Zeitung aus Branchenkreisen erfuhr, hat der Energieriese beim Arbeits- und Wirtschaftsministerium eine Fristverlängerung beantragt.

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Damit müssen wichtige strategische Entscheidungen zur Ausrichtung des Unternehmens weiter verschoben werden. Im Zuge der Fusion von E.ON und Ruhrgas sollte die VNG durch den Einstieg eines finanzstarken Investors zügig zu einem Konkurrenten aufgebaut werden. Laut "Welt" wusste das VNG-Management bisher nichts von der beantragten Fristverlängerung.

E.ON will beim Verkauf der VNG-Anteile nicht nur Bargeld sondern auch strategisch wichtige Vermögenswerte erwerben. Bewerber um die freiwerdenden Anteile am zweitgrößten Unternehmen in Ostdeutschland ist u.a. ein Konsortium aus Wintershall und Gazprom, Gaz de France und der Oldenburger Versorger EWE.

Der Verkauf von Gelsenwasser läuft Medienberichten zufolge indes planmäßig. Während sowohl RWE als auch der französische Wasserkonzern Suez ihr Angebot aus Kostengründen zurückgezogen haben, sind neben interessierten Kommunen die Versorger MVV Energie AG (Mannheim) und die Hamburger Wasserwerke im Rennen.

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