Ankündigung

E.ON: Bis 2009 Investitionen von über 25 Milliarden Euro

Der Energiekonzern E.ON plant nach eigenen Angaben in den nächsten drei Jahren Investitionen von insgesamt rund 25,3 Milliarden Euro. Fast die Hälfte soll auf die Modernisierung und den Neubau von Kraftwerken entfallen, sofern die Planungssicherheit gegeben sei, so der Konzern.

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Düsseldorf (red) - Wie das Unternehmen mitteilt, ist in Deutschland neben den begonnenen Kraftwerksneubauten in Datteln und Irsching ein neuer 1.100 Megawatt (MW)-Steinkohleblock am Standort Staudinger vorgesehen. Diese Investition stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt verlässlicher energiepolitischer und regulatorischer Rahmenbedingungen. Ebenfalls in Deutschland geplant ist ein Steinkohle-Versuchskraftwerk mit einem Wirkungsgrad von mehr als 50 Prozent.

Weiterhin baut E.ON ein 800-MW-Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Italien, ein 1.100-MW-Kohlekraftwerk in den Niederlanden und mehrere neue Kohle- und Gaskraftwerke in Osteuropa. In Großbritannien sind ein 1.200-MW-Gaskraftwerk und ein 1.600 MW-Kohlekraftwerk geplant. Leistungssteigerungen bei bestehenden Kraftwerken sowie der Bau eines neuen Gaskraftwerks mit Wärmekopplung stehen in Nordeuropa auf dem Programm. Die Fertigstellung des im Bau befindlichen Kohlekraftwerks Trimble County 2 bildet den Schwerpunkt der Kraftwerksinvestitionen in den USA. Neben dem Bau neuer Großkraftwerke sind auch mehrere Windkraftprojekte – insbesondere Offshore- Windparks in Großbritannien, Deutschland und Nordeuropa – sowie ein Biomassekraftwerk in der Planung enthalten.

In die Modernisierung und den Ausbau der Stromnetze werden konzernweit insgesamt 5,7 Milliarden Euro investiert. Einen Schwerpunkt bildet dabei das deutsche Netz, das unter anderem zum Anschluss weiterer Windkraftanlagen verstärkt wird. "Trotz der erheblichen Kürzungen der Netzentgelte" will E.ON damit weiterhin zur Sicherung der Versorgung in das Stromnetz investieren.

Für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur zur Gasversorgung sind Investitionen von insgesamt rund 4,0 Milliarden Euro vorgesehen. Schwerpunkte sind hier der Aus- und Neubau von Gasleitungen, die Erweiterung von Speicherkapazitäten, die Erschließung von Gasfeldern in der Nordsee und der Bau eines LNG-Terminals. Für den Erwerb von Beteiligungen sind insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro eingeplant. Der größte Anteil davon entfällt auf die Beteiligung am westsibirischen Gasfeld Yushno Russkoje.

Über die in der Planung enthaltenen Beteiligungsinvestitionen hinaus verfolge E.ON die Akquisition des spanischen Energieversorgers Endesa weiter.

E.ON-Vorstandsvorsitzender Wulf Bernotat: "Mit neuen Kraftwerken werden wir zugleich für ein höheres Stromangebot in unseren Märkten sorgen und so den Wettbewerb weiter beleben. Zum Umwelt- und Klimaschutz leisten wir mit dem Einsatz effizientester Technologien und dem weiteren Ausbau der regenerativen Energien wichtige Beiträge. Nicht zuletzt setzen wir mit unseren Investitionen bedeutende Impulse für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung."