Keinen politischen Einfluss

E.ON-Betriebsrat verzichtet auf Anzeigekampagne gegen Rot-Grün

E.ON wird jetzt doch keine Anzeigenkampagne gegen die rot-grüne Regierung starten, weil sich der Konzern nicht dem Vorwurf aussetzen möchte, die Landtagswahl politisch zu beeinflussen. Allerdings zeigte sich Gesamtbetriebsratschef Otte mit der derzeitigen Politik mehr als unzufrieden.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der Betriebsrat des Energiekonzerns E.ON verzichtet im Vorfeld der NRW-Landtagswahl auf eine Anzeigenkampagne gegen die rot-grüne Landesregierung. "Wir wollen uns nicht dem Vorwurf aussetzen, die Landtagswahl politisch beeinflussen zu wollen", sagte Gesamtbetriebsratschef Ulrich Otte der in Düsseldorf erscheinenden "Westdeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe).

Otte hatte den weiteren Angaben zufolge vor einigen Tagen angekündigt, zusammen mit anderen Arbeitnehmervertretungen in überregionalen Zeitungen eine Anzeigenkampagne gegen Rot-Grün starten zu wollen. Sie sollte in dieser Woche kurz vor der Wahl am Sonntag laufen.

Otte plädierte für eine große Koalition auf Landes- wie auf Bundesebene. "Die großen Probleme des Landes sind nur von den großen Parteien gemeinsam zu lösen", betonte er. Scharf kritisierte er die Politik der Grünen, die Windkraft zu stärken. "Das ist volkswirtschaftlicher Irrsinn. Hier werden Milliarden verplempert", sagte er. Zudem sei das Ausstiegsprogramm aus der Atomkraft völlig verfehlt.