Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes

E.ON beteiligt sich an Klimaschutz-Projekt in Asien

E.ON will gemeinsam mit einem Partnerfirmen Projekte zur Minderung klimaschädlicher Treibhausgase in Südostasien starten. Damit kann der Energiekonzern seine Emissionen in Europa ausgleichen, für die der Konzern im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet ist.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (afp/red) - Die Unternehmen wollen in mehreren Ländern der Region gemeinsam Anlagen zur Erfassung und Verwertung schädlicher Gase aus Mülldeponien bauen und betreiben, wie E.ON und sein Partner Bionersis am Mittwoch bekanntgaben. E.ON nutzt dabei den sogenannten Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (CDM), dass Industrieländer durch derlei Projekte in Entwicklungsländern einen Teil ihrer Klimaschutzverpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls erreichen.

E.ON kann Emissionen in Europa ausgleichen

Bionersis soll den Angaben zufolge die Anlagen zur Erfassung und Verwertung der Gase errichten und betreiben. Die E.ON-Sparte für erneuerbare Energien will dazu ihr technisches Know-How bei der Gasverstromung einbringen. Die in Asien durch die vereinbarten Vorhaben eingesparten Emissionen sollen laut E.ON und Bionersis in sogenannte Emissionszertifikate fließen. Diese erlauben E.ON, in Europa wiederum mehr Emissionen auszustoßen; das Unternehmen kann sie aber auch verkaufen. Die Gewinne durch die Nutzung der Zertifikate wollen sich die Unternehmen demnach teilen.

Weitere Klimaschutz-Projekte werden geprüft

Derzeit würden mehrere Projekte in Südostasien geprüft, die in den kommenden anderthalb Jahren zusammen umgesetzt werden sollten, erklärten die Unternehmen. Als erstes Projekt haben E.ON und Bionersis eine der größten Mülldeponien der Region im thailändischen Kamphaeng Saen ins Auge gefasst.

Dort wollen sie klimaschädliche Methangas-Emissionen mindern. In den kommenden zehn Jahren sollten so rund zwei Millionen Emissionszertifikate erwirtschaftet werden können, hieß es weiter. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf insgesamt mehr als fünf Millionen Euro. Das Projekt Kamphaeng Saen ist im Rahmen der Klimakonvention der Vereinten Nationen als CDM-Projekt anerkannt, es soll also eine umweltverträgliche Entwicklung ermöglichen.