Grundsatzvereinbarung

E.ON beteiligt sich an französischem Flüssiggas-Terminal in Le Havre

Die E.ON Ruhrgas AG baut ihr Flüssiggasgeschäft weiter aus. Man beteilige sich mit 24,5 Prozent am geplanten Liquified-Natural-Gas-Terminal im französischen Le Havre, teilte der Essener Konzern am Montag mit. Mit dem Projekt könne E.ON weitere Kunden im französischen Markt mit Erdgas versorgen, so das Ruhrgas-Vorstand Weise.

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Essen (ddp-nrw/sm) - Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung mit dem französischen Versorger Poweo und dem Terminalbetreiber Compagnie Industrielle et Maritime (CIM) SNC sei abgeschlossen worden. Poweo werde bei dem Projekt "Gaz de Normandie" mit 50,33 Prozent die Mehrheit halten, CIM werde sich mit 25,17 Prozent beteiligen.

Die drei Partner wollen etwa 500 Millionen bis 600 Millionen Euro in Le Havre investieren, wie Ruhrgas weiter mitteilte. Der neue Flüssiggas-Terminal soll über eine Kapazität von rund neun Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr verfügen und könnte im Jahr 2011 in Betrieb gehen. Der E.ON-Anteil an dem Erdgas liege bei rund drei Milliarden Kubikmeter.

Ruhrgas-Vorstand Jochen Weise erklärte am Montag, das Projekt in Le Havre werde es E.ON erleichtern, weitere Kunden im französischen Markt mit Erdgas zu versorgen. Außerdem werde der Konzern so als Partner für die Erdgas-Produzenten interessanter.

E.ON hatte wiederholt auf die künftige strategische Bedeutung von Liquified Natural Gas (LNG) für den Konzern verwiesen. Der Energieversorger überlegt den Bau eines Terminals in Wilhelmshaven und will sich auch an der kroatischen Küste an einem LNG-Terminal beteiligen. Ruhrgas hat zudem erst im Mai Kapazitäten auf der Isle of Grain für den britischen LNG-Markt gebucht.