Erwartungsgemäß

E.ON beschwert sich bei spanischem Ministerium wegen Endesa-Auflagen

Der Energiekonzern E.ON hat beim spanischen Industrieministerium Widerspruch gegen die Auflagen für eine Übernahme des dortigen Versorgers Endesa eingereicht. Die auferlegten Bedingungen für die Genehmigung des Zukaufs seien unfair, begründete E.ON seine Initiative.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf/Brüssel (ddp-nrw/sm) - Für die Auflagen gebe es keine Begründung, insbesondere, was die geforderten Verkäufe von Unternehmensteilen angehe, sagte Sprecherin Sabine Hower.

In Brüssel teilte die EU-Kommission unterdessen mit, sie habe die Antwort der spanischen Regierung erhalten, die sie vergangene Woche angefordert hatte. Die EU hatte eine Klarstellung Spaniens zu den Bedingungen gefordert, die E.ON bei einem Kauf von Endesa erfüllen soll. Über den Inhalt des Antwortschreibens Spaniens wurde zunächst nichts bekannt.

Der spanische Regulierer CNE hatte von E.ON gefordert, etwa ein Drittel der Endesa-Stromerzeugung in Spanien zu verkaufen. Die Auflagen waren gemacht worden, nachdem die EU die Übernahme bereits genehmigt hatte. Der spanische Regulierer hatte 19 Bedingungen für die Übernahme genannt, während die EU den Deal bereits ohne Einschränkung zugelassen hat. Es besteht Uneinigkeit über die Zuständigkeit Spaniens in dem Fall.