Tarifverhandlungen

E.ON-Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben die Beschäftigten von E.ON Energie für Mittwoch zu Warnstreiks aufgerufen. Die Beschäftigten verlangen mehr Lohn, die Arbeitgeber wollen im Gegenzug jedoch die Arbeitszeit verlängern.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp.djn/sm) - Damit solle ein "klares Signal" in einer Tarifrunde gesetzt werden, in der die Arbeitgeber einen "knallharten Konfrontationskurs" führen, teilte IG BCE-Verhandlungsführer Michael Winkler mit. Die rund 30.000 E.ON-Beschäftigten verlangen eine Anhebung der Entgelte um 8,5 Prozent sowie verbesserte Übernahmemöglichkeiten für Auszubildende.

Winkler zufolge legen die E.ON-Mitarbeiter am Mittwoch für zwei bis drei Stunden die Arbeit nieder, zudem finden Kundgebungen statt. Allerdings würden die Warnstreiks den Konzern wirtschaftlich nicht treffen. Er schließe aus, dass es Auswirkungen auf die Stromerzeugung und -verteilung gibt.

Erst am 7. Mai war die dritte Verhandlungsrunde gescheitert. Die Arbeitgeber boten eine Entgelterhöhung um 5 Prozent für eine Laufzeit von 14 Monaten an. Gleichzeitig forderten sie eine Erhöhung der Arbeitszeit um eine Stunde. Das bedeute real aber nur eine Erhöhung der Entgelte um 2,2 Prozent, hatte IG BCE kritisiert.

"Kommt kein einigungsfähiges Angebot auf den Tisch, werden wir alle erforderlichen Maßnahmen treffen und in einen unbefristeten Streik eintreten", betonte Winkler. Ein Termin für die vierte Verhandlungsrunde steht der IG BCE zufolge noch nicht fest.

E.ON Energie besitzt neben zahlreichen Kraftwerksstandorten in Deutschland sieben Regionalversorgungsunternehmen.