Hauptversammlung

E.ON bekräftigt Ergebnisziele für 2005 (aktualis.)

In Essen fand heute die Hauptversammlung des Energiekonzerns E.ON statt. Die E.ON-Aktionäre sollen eine um 17,5 Prozent höhere Dividende von 2,35 Euro erhalten. Gleichzeitig kündigte E.ON-Chef Bernotat Investitionen in Höhe von 19 Milliarden Euro an. An den Gesprächen mit Gazprom hält er indes fest.

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Essen (ddp-nrw/sm) - Der Energiekonzern E.ON plant umfangreiche Investitionen zum Ausbau seiner Positionen. Bis 2007 sollten fast 19 Milliarden Euro allein in die Modernisierung und Instandhaltung der Strom- und Gasnetze fließen, sagte der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Essen. Auf Deutschland entfallen dabei knapp sechs Milliarden Euro der Investitionssumme. In den Ersatz von Kraftwerken soll bis 2020 ein zweistelliger Milliardenbetrag fließen.

E.ON will den Verkauf der Immobilientochter Viterra und der Beteiligungsgesellschaft Ruhrgas Industries wie geplant bis zum Sommer abschließen. Zeitpunkt sowie Art und Weise der Trennung von der Chemietochter Degussa sind dagegen noch offen. Zur langfristigen Sicherung seiner Erdgasbezüge strebt E.ON unverändert eine enge Partnerschaft mit dem russischen Gazprom-Konzern an. Daran habe sich auch nach dem kürzlichen Abschluss von Verträgen zwischen BASF und Gazprom nichts geändert, sagte der E.ON-Chef.

Die Gespräche mit Gazprom über den Bau einer Ostseepipeline und die Entwicklung sonstiger gemeinsamer Vorhaben in der Energiewirtschaft würden fortgesetzt, erklärte Bernotat. E.ON habe unverändert auch die Möglichkeit, sich an dem Gasfeld in Westsibirien zu beteiligen, dessen Erschließung Gazprom und BASF vereinbart hatten. Hinzu komme die geplante Gaspipeline durch die Ostsee nach Deutschland. E.ON hatte bereits im Juli 2004 ein Grundsatzabkommen mit der Gazprom, dem größten Erdgasversorger der Welt, geschlossen.

Bernotat führte aus, dass sich der Konzern auch durch unmittelbare Beteiligung an den Förderfeldern den direkten Zugang zu Gas öffnen wolle. Dies sei auch ein Beitrag zur Sicherung der Versorgung Deutschlands und Europas. Rund 30 Prozent des für 2020 kalkulierten Bedarfs seien noch nicht gedeckt. Ein großer Teil dieser Gasmengen werde aus Russland kommen.

E.ON hat sich für 2005 vorgenommen, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern leicht zu steigern. Im vergangenen Jahr legte diese zentrale Gewinnkennziffer bei einem um sechs Prozent höheren Umsatz von 49,1 Milliarden Euro um 18 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro zu. Die Aktionäre können sich über den Aufwärtstrend freuen. Sie sollen für 2004 eine um 17,5 Prozent höhere Dividende von 2,35 Euro erhalten. Die Ausschüttungsquote soll durch die Firmenverkäufe bis 2007 auf bis zu 60 Prozent des Konzernüberschusses vor Sondereffekten steigen.