Jahrespressekonferenz

E.ON Bayern will Gasgeschäft ausbauen

Als "Marktführer auf dem bayrischen Strommarkt" will E.ON Bayern nun auch im Gasgeschäft aktiver werden. Dazu wurde die Fränkische Gaslieferungsgesellschaft (FGL), die Gasversorgung Ostbayern (GASOB) und die Gasversorgung Schwandorf (GVS) übernommen, die bis 2005 integriert werden sollen.

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Regensburg (red) - Im Rahmen der diesjährigen Jahrespressekonferenz hat der bayerische Energiedienstleister E.ON Bayern eine erfolgreiche Bilanz des Geschäftsjahres 2003 gezogen. "Wir haben die Position als Marktführer auf dem bayerischen Strommarkt verteidigt", so der Vorstandsvorsitzende der E.ON Bayern AG, Dr. Peter Deml.

"Trotz spürbarer Preisanpassungen konnte der Absatz mit 29,3 Milliarden Kilowattstunden Strom auf dem Niveau des Jahres 2002 gehalten werden", erläuterte Deml. Die Umsätze im Stromgeschäft stiegen laut E.ON Bayern im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 2,35 Milliarden Euro an (Gesamtumsatz rund 2,6 Milliarden Euro). Das HGB-Jahresergebnis vor Steuern beträgt 201,7 Millionen Euro. Laut dem kaufmännischen Vorstand der E.ON Bayern AG, Reimund Gotzel, spiegelt der Jahresabschluss 2003 eine Stabilisierung der Ergebnissituation und der Ertragskraft wider.

Der künftige Schwerpunkt des Unternehmens liegt nach eigenen Angaben bei der Entwicklung hin zum integrierten Strom- und Gasversorger. Der Gas- und Wärmemarkt verspreche Wachstum. Daran wolle man als E.ON Bayern teilhaben. Mit der Übernahme der Fränkischen Gaslieferungsgesellschaft (FGL), der Gasversorgung Ostbayern (GASOB) und der Gasversorgung Schwandorf (GVS) habe man die ersten wesentlichen Schritte getan. "Rund wird das Gasgeschäft erst, wenn wir die 100-Prozent-Töchter mit dem Stromgeschäft zusammenführen", so Dr. Peter Deml. Deshalb werde man voraussichtlich zum 1. Januar 2005 die FGL, die GASOB und die GVS in die E.ON Bayern AG integrieren. "Danach wird E.ON Bayern jährlich rund fünf Milliarden Kilowattstunden Erdgas an mehr als 80 000 Kunden liefern. Damit ist ein Umsatz von rund 160 Millionen Euro verbunden", beziffert der E.ON Bayern-Vorstandsvorsitzende das Potential. Mittelfristig sieht er sogar die Chance, Gasversorger von knapp 140 000 Kunden zu werden.

Die Novellierung des EEG stößt beim regionalen Energieversorger, der einen großen Teil des Stroms in Wasserkraftwerken erzeugt, auf Kritik: "Natürlich begrüßen wir die Förderung regenerativer Energien. Aber auch die neue Regelung nimmt keinerlei Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit und dient allein den Interessen der Anlagenbetreiber", monierte Deml.