Jahrespressekonferenz

E.ON Bayern bilanziert erfolgreiches Geschäftsjahr 2002

Mit einem Absatz von 30 Milliarden Kilowattstunden Strom ist die E.ON Bayern AG das größte bayrische Energieunternehmen. Auf der heutigen Jahrespressekonferenz stellte Vorstandschef Deml die Bilanz für 2002 vor und zeigte sich zufrieden. Netz-Vorstand Wagenhäuser kritisierte die jüngsten Verfügungen des Kartellamts und die geplante Einrichtung einer Regulierungsbehörde.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Mit einem Stromabsatz von rund 30 Milliarden Kilowattstunden im Geschäftsjahr 2002 hat die in Regensburg ansässige E.ON Bayern AG nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Dr. Peter Deml die Position als Nummer eins auf dem bayerischen Energiemarkt verteidigt. "Zwar ist als Konsequenz munteren Wettbewerbs der Stromabsatz leicht gesunken, wir haben aber unser Absatzziel erreicht. Damit blicken wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2002 zurück", so der Vorstandschef heute auf der Jahrespressekonferenz.

Auch für das laufende Geschäftsjahr 2003 seien Absatz und Erlöse auf einem guten Weg. "Im Privatkundensektor wächst unsere Kundenzahl. Das hängt zum einen mit der Übernahme von 150 000 Produktkunden der Schwestergesellschaft E.ON Sales & Trading zusammen. Zum anderen setzt sich das Wachstum von E.ON Bayern auch durch die Integration der Stromversorgungen Berchtesgadener Land, Rotthalmünster und Frankenwald fort. Diese Betriebe gehören gegenwärtig der Thüga AG und gehen zum 1. Januar 2004 auf E.ON Bayern über", erläuterte Dr. Deml.

Finanzvorstand Reimund Gotzel verwies bei der Vorstellung der Jahresbilanz auf die im Vergleich zum Vorjahr stark veränderte Unternehmensstruktur. Damit verbunden sei eine Vielzahl von Sondereffekten, die einen Vergleich mit dem Vorjahr erschwerten. "Der Umsatz im Jahr 2002 liegt bei 2,4 Milliarden Euro. Das Jahresergebnis beträgt 152 Millionen Euro. Um die Sondereffekte bereinigt liegen wir damit auf Vorjahresniveau. Das eigentliche Betriebsergebnis konnte sogar gesteigert werden", bilanzierte Gotzel.

Der für Technik und Netz zuständige Vorstand Hermann Wagenhäuser äußerte sich in seinen Ausführungen kritisch zur Verfügung des Bundeskartellamts gegen das Konzernunternehmen TEAG. Wenn die Verfügung des Kartellamts Handlungsgrundlage würde, hätte das laut Wagenhäuser gravierende Auswirkungen auf die gesamte Branche. Skeptisch betrachtet wird seitens des Energiedienstleisters auch die beschlossene Regulierungsbehörde. "Wir halten es für den ordnungspolitisch besseren Weg, auch in Zukunft auf von den Marktteilnehmern auszuhandelnde Vereinbarungen zu setzen statt auf eine regulierende Behörde", so der technische Vorstand.