Ankündigung

E.ON: Bausteine für den Wettbewerb

E.ON-Vorstand Johannes Teyssen stellte am Donnerstag bei der Jahrestagung des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) ein Maßnahmenpaket für mehr Wettbewerb im Strommarkt vor. Dazu gehören u.a. die Anbindung von Wettbewerbern und grenzüberschreitender Stromaustausch.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Jedes neue Kraftwerk, das Wettbewerber im E.ON-Netzgebiet bauen, soll zügig den nötigen Netzanschluss erhalten, so Teyssen. Mögliche Netzengpässe würden durch eine verringerte Einspeisung aller Kraftwerke im Netzgebiet, auch der E.ON-Anlagen, ausgeglichen.

Als ersten Schritt zur Verbesserung des Stromaustausches mit den Nachbarländern plant E.ON den Angaben zufolge eine kurzfristige Erweiterung der grenzüberschreitenden Transportkapazitäten um rund 1.000 Megawatt; dies entspreche ungefähr der Leistung eines Kernkraftwerks. Darüber hinaus will E.ON mit einem weiteren Netzausbau erhebliche Zusatzkapazitäten für den internationalen Stromaustausch bereitstellen.

Teyssen kündigte weiter an, dass E.ON ab sofort noch mehr Geschäfte über öffentliche Handelsplätze tätigen wird, um die Liquidität und die Transparenz des Stromhandels schnell zu erhöhen. Der direkte Stromhandel mit Anbietern oder Abnehmern werde hingegen reduziert. Bereits seit April 2006 informiere das Unternehmen alle Handelsteilnehmer über die am jeweils nächsten Tag zur Verfügung stehende Erzeugungskapazität.

Dazu Johannes Teyssen: "Wir sind überzeugt, dass es gegen hohe Energiepreise nur eine Strategie gibt: Eine schnelle und intensive Europäisierung und eine noch stärkere Wettbewerbsorientierung der Märkte und der Unternehmen. Mit den angekündigten Maßnahmen werden wir den Energiewettbewerb in Deutschland und Europa weiter forcieren. Das bringt auch dem Kunden mehr als unsinnige regulatorische Eingriffe, die im Ergebnis zu weniger Wettbewerb und höheren Preisen führen."

Weiterführende Links