Positionsstärkung

e.dis und EWE übernehmen Teile der Stadtwerke Frankfurt (Oder)

49 Prozent der Anteile an den Stadtwerken Frankfurt (Oder) hat jetzt ein Konsortium aus der e.dis Energie Nord AG und der EWE AG übernommen. Die Vereinigung hatte das attraktivste Angebot unterbreitet.

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Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt (Oder) hat mehrheitlich die Veräußerung von 49 Prozent der Geschäftsanteile der Stadtwerke Frankfurt (Oder) an die e.dis Energie Nord AG sowie die EWE AG beschlossen.

Der Auswahl war ein etwa viermonatiges Veräußerungsverfahren vorausgegangen, an dem sowohl deutsche als auch eine Reihe ausländische Bieter teilgenommen haben. Insgesamt hatten im August 17 Unternehmen ihr Interesse an einem Erwerb der Anteile bekundet. Im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens wurde am Ende das Konsortium bestehend aus e.dis und EWE ausgewählt. Der Verkauf soll einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten und zudem die Position der Stadtwerke Frankfurt (Oder) im liberalisierten Energiemarkt stärken. Im Sommer hatte die Stadt den Stadtverkehr und die Abfallentsorgung aus den Stadtwerken auf die neu gegründete Dienstleistungsholding übertragen. Über die Dienstleistungsholding wird die Stadt zukünftig auch mittelbar ihren Anteil von 51 Prozent an den Stadtwerken halten. Durch eine besondere steuerliche Konstruktion wurde erreicht, dass auch nach der Beteiligung der neuen Partner bei den Stadtwerken die Gewinne aus dem Versorgungsbereich mit den Verlusten aus dem Stadtverkehr verrechnet werden können. Zum Geschäftsführer der Holding wurde Stadtwerke-Geschäftsführer Hans Tobler bestellt.

Die konzeptionellen Vorschläge der Interessenten seien neben der Kaufpreishöhe von entscheidender Bedeutung bei der Beurteilung der Angebote durch die vom Hauptausschuss eingesetzte Arbeitsgruppe gewesen, teilten die Stadtwerke mit.