Konter

e.dis beantragt einstweilige Verfügungen gegen ares

Auf Antrag der Fürstenwalder e.dis hat das Berliner Landgericht zwei einstweilige Verfügungen gegen der Berliner Energieversorger ares erlassen: Eine richtet sich gegen unlauteren Wettbewerb, die andere gegen den Abschluss von Haustürgeschäften.

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Das Landgericht Berlin hat gegen die ares Energie-direkt GmbH auf Antrag der e.dis Energie Nord AG zwei Einstweilige Verfügungen erlassen. Eine richtet sich gegen die Verbreitung von irreführender vergleichender Werbung. In der anderen wurde Mitarbeitern und Handelsvertretern von ares untersagt, sich fälschlich als e.dis-Mitarbeiter oder als sogenannte "Fusionsbeauftragte" von e.dis und Bewag auszugeben.


Die erste Verfügung bezieht sich auf einen Preisvergleich, den ares gemeinsam mit dem Wohnungsbauunternehmen "ARWOBAU" veröffentlicht hat. Dieser beinhaltet einen falschen jährlichen Grundpreis für den e.dis-Tarif "local classic" und führe so zu einem verzerrten Ergebnis. Der von ares "angestellte Preisvergleich basiert aber auf teilweise lückenhaften und teilweise unzutreffenden Angaben", urteilte das Gericht.


In dem anderen Fall wurde von e.dis anhand eines konkreten Vorfalles in Erkner der Nachweis erbracht, dass ein Mitarbeiter oder Handelsvertreter von ares mit der Behauptung, er sei e.dis-Mitarbeiter und Fusionsbeauftragter von e.dis und Bewag, versucht hat, Kunden zur Kündigung ihres e.dis-Stromlieferungsvertrages zu veranlassen. In diesem Fall wurde ares vom Landgericht Berlin bei Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von bis zu 500 000 DM oder ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten für ihre Geschäftsführerin angedroht.