Investitionen

"e|cell"-Brennstoffzellenprojekt Hannover: Einmalig in Europa

Das erste seriennahe Brennstoffzellenkraftwerk in der 250-Kilowatt-Klasse soll ab Mitte 2003 in Hannover Strom und Wärme liefern. Das Demonstrationsvorhaben "e|cell" ist der letzte Schritt für die durch Siemens in den USA vorgesehene Serienfertigung. Im Rahmen eines Forschungs- und Messprogramms sollen Erfahrungen mit dem Betrieb gesammelt werden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Mit dem ersten seriennahen Brennstoffzellenkraftwerk in der 250-Kilowatt-Klasse in Europa wollen die Stadtwerke Hannover AG und die E.ON Kraftwerke GmbH einen Beitrag zur Markteinführung dieser Technologie leisten. Durch das von der Siemens Westinghouse Power Corp. gelieferte System verlassen die sogenannten oxidkeramischen Brennstoffzellen den Labor- und Forschungsstatus in einer für Energieversorger, Gewerbe und Industrie interessanten Leistungsklasse. Das Demonstrationsvorhaben "e|cell" ist der letzte Schritt für die ab 2003 durch Siemens in den USA vorgesehene Serienfertigung.

Das Brennstoffzellensystem wird im Sommer 2003 im Kraftwerk Herrenhausen installiert. Es wird von den Stadtwerken Hannover betrieben und Strom und Wärme liefern. Im Rahmen eines umfangreichen Forschungs- und Messprogramms wollen die Stadtwerke Hannover und E.ON Kraftwerke vor allem Erfahrungen mit dem Betrieb dieses Brennstoffzellenkraftwerks sammeln. Die Investitionen für "e|cell" belaufen sich auf insgesamt 6,2 Millionen Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt mit etwa drei 3 Millionen Euro, weitere 400 000 Euro gibt der Klimaschutzfond Hannover proKlima dazu.