Ladestruktur

E-Autos: Kritik an Förderung einseitiger Ladesäulen

Beim Ausbau der Lade-Infrastruktur für E-Autos in Deutschland fürchten die Pkw-Importeure eine "Diskriminierung" ihrer Kunden. Der größte geplante Teil öffentlich finanzierter Schnellladesäulen werde nur einen Steckertyp haben, sagte Volker Lange, der Vorsitzende des Importeurverbandes VDIK, am Donnerstag in Frankfurt.

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Frankfurt (dpa-AFX/red) - Dieser CCS-Standard passe zwar auf E-Autos deutscher Hersteller - nicht aber für die Modelle etwa japanischer Konzerne, die den sogenannten Chademo-Stecker nutzen. "Deutschland scheint hier inzwischen eine Insel bilden zu wollen", sagte Lange. Die meisten EU-Länder setzten auf Säulen mit mehreren Steckertypen.

Weiterer Standard von Tesla

Dabei stellen die Importeure laut VDIK die meisten E-Autos mit Schnelllade-Option. Rund die Hälfte sei es in Deutschland, in Europa sogar zwei Drittel. Neben den beiden zentralen Steckertypen hat etwa der US-Hersteller Tesla für seine Autos einen ganz eigenen Standard für schnelles Laden entwickelt.

Nicht mal mit Aufpreis möglich

Konkret geht es um ein öffentlich gefördertes Projekt, das 400 Säulen für schnelles Laden aufbauen soll. Diese sind laut VDIK alle nur mit CCS-Stecker geplant. Es sei nicht einmal möglich, dass etwa die Importeure den Aufpreis für Säulen mit Mehrfachstecker zahlen, sagte VDIK-Geschäftsführer Bernd Mayer. Hinter dem Projekt "Slam" stehen unter anderem die deutschen Autobauer Volkswagen, Daimler und BMW.