Über zehn Cent

Durchschnittserlös der Energieversorger auf Höchstwert

Der Durchschnittserlös der Energieversorger für eine Kilowattstunde Strom hat im vergangenen Jahr einen Höchstwert erreicht. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg der sogenannte Grenzpreis im Vergleich zu 2005 um 7,3 Prozent auf 10,46 Cent pro Kilowattstunde.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Damit habe der durchschnittliche Umsatz erstmals den Wert von zehn Cent überschritten. Der Grenzpreis ist gesetzlich definiert als Durchschnittserlös je gelieferte Kilowattstunde. Seit 2000 ist der Wert um mehr als ein Drittel gestiegen.

Der Grenzpreis dient den Energieversorgungsunternehmen als Grundlage zur Berechnung der Konzessionsabgaben an die Kommunen, die für das Recht zur Versorgung der Verbraucher sowie die Nutzung öffentlicher Leitungen gezahlt werden. Er wird ohne Mehrwertsteuer und ohne rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen ausgewiesen, enthält jedoch unter anderem die Netznutzungsentgelte und die Stromsteuer.

Der Durchschnittserlös aus der Stromabgabe an die privaten Haushalte stieg den Angaben zufolge im Vorjahresvergleich um 7,4 Prozent auf 15,36 Cent pro Kilowattstunde. Mit Lieferungen an Sondervertragskunden erlösten die Versorgungsunternehmen 2006 mit 8,02 Cent je Kilowattstunde 11,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor.